DIE HOHE KUNST DES SCHIMPFENS

Zum verantwortungsvollen Gebrauch
eingesammelt und ausgegeben
von Tobias Roth und Wolfgang Hörner.
Graphisch in Szene gesetzt von 2xGoldstein.

14×21,5 cm, gebunden, zweifarbiger Druck,
mit Kopffarbschnitt und Prägung
ca. 224 Seiten
28,— € (D), 28,80 € (A)
ISBN: 978-3-946990-88-8

Erscheinungsdatum: Mai 2026

Nun ist ein prächtiges Buch über die hohe Kunst des Schimpfens erschienen, herausgegeben von Tobias Roth und Wolfgang Hörner. Es handelt sich um das perfekte Lehrbuch des Fluchens, das bis zu den alten Griechen und Römern zurückgeht und das Klischee widerlegt, dass man früher artiger und zivilisierter miteinander sprach.
- Julian Schütt, Bote, Tagblatt, u.a.

Eine Wunderkammer des kultivierten Dampfablassens!
- Jurybegründung der Sachbuchbestenliste Juni 2026 von Deutschlandfunk Kultur, ZDF und Zeit

"Die hohe Kunst des Schimpfens" liefert eine grandiose Geistesgeschichte.
- Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung

Für die beiden Herausgeber eröffnete sich bei der Suche ein kultureller Reichtum, den sie nun, die Chronologie beiseitelassend, genussvoll ausbreiten. Bei fast allen Dichtern und Denkern wurden sie fündig, was die Tradition des gestreckten Mittelfingers betrifft.
- Uwe Sauerwein, Berliner Morgenpost

„Idiot“ ist zu wenig: Ein neues Buch feiert die "hohe Kunst des Schimpfens" als gesund und hat ein paar gute Vorschläge.
- Markus Clauer, Die Rheinpfalz

Das Buch „Die hohe Kunst des Schimpfens“ versammelt Schimpfkanonaden von Goethe bis Helge Schneider. Die Autoren Tobias Roth und Wolfgang Hörner wollten damit zeigen, wie originell Schimpfen sein kann. Für sie ist das auch ein Gegenentwurf.
- Deutschlandfunk Kultur Lesart

 

 

Ein Buch, das in keinem Haushalt fehlen sollte!

Schon der anonyme Kompilator des Deutschen Schimpfwörterbuchs von 1839 wusste ganz genau: "1. Das Schimpfen erleichtert jedem das Herz. 2. Schimpfen befördert die Gesundheit. 3. Schimpfen erleichtert und befördert jede Sache. 4. Schimpfen verschafft jedem mehr Ansehen. 5. Schimpfen ist ein treffliches Schutzmittel gegen Feinde. 6. Schimpfen schlichtet gar manchen Streit."

Die hohe Kunst des Schimpfens versammelt ein buntes Sammelsurium der virtuosesten, eigenartigsten, heftigsten und lustigsten Beschimpfungen, Flüche und Stoßgebete: Wir haben uns auf der Suche nach Material vornehmlich unter den begabtesten Beleidigern der deutschsprachigen Literatur umgeschaut, in spezialisierten Wörterbüchern, in vielversprechenden Druckwerken und natürlich in den herrlich reichen Regionen deutscher Dialekte, bisweilen aber auch im Ausland. Auf welche Sprachlust, welchen Reichtum, welche Phantasie sind wir gestoßen!

So reicht das Buch nun von Catull und anderen Gründungshelden des antiken Schimpftums, über die galleschweren Gockel des Humanismus, von den derben Tiraden des Barock über die spitzen Gemeinheiten der Aufklärung bis schließlich in unsere Gegenwart hinein.
Neben sprachworterweiternden Einzelschimpfwörtern wurden auch Berufsgruppensprachschätze, Anwendungen im Zusammenhang, die großen Schimpfer der Geschichte und Phänomene wie diplomatische Beschimpfungen, briefliche Grobianismen, Schimpfwalzen und das Schimpfen ohne Worte berücksichtigt. Herausgekommen ist eine wahre Wunderkammer des kultivierten Dampfablassens und der lustvollen Enthemmung, nicht zuletzt eine Handreichung, um den "dreyrokichten, maußköpfigen, glasaugichten, überdienstfertigen, abgefeimten Schurken" (Shakespeare/Wieland) dieser Welt stilvoll und mit muskulösem Wortschatz entgegenzutreten.

 

Tobias Roth (geb. 1985 in der Grant-Metropole München) und Wolfgang Hörner (geb. 1964 in der UNESCO-Schimpfregion Hohenlohe) sind als Büchermenschen in verschiedensten Rollen aktiv. Gemeinsam gaben sie im Verlag Das Kulturelle Gedächtnis unter anderem den "Sprichwörtlichen Weltbürger" Erasmus von Rotterdam (2018) heraus.