Jürgen Dahl:
EINREDE GEGEN DIE MOBILITÄT
DER ANFANG VOM ENDE DES AUTOMOBILS
EINREDE GEGEN PLASTIC

Mit einem Vorwort von Jürgen Trittin

10 × 16 cm, gebunden, 
mit Kopffarbschnitt und Prägung
112 Seiten

12,00 € (D) / 12,40 € (A)
ISBN: 978-3-946990-39-0

Erscheint März 2020

»Das Material, das, wie seine Anbieter immer wieder versichern, aus der Industriegesellschaft gar nicht mehr wegzudenken ist, hat ja den Nachteil, dass es aus dieser auch kaum mehr wegzuschaffen ist und sich zu Bergen stapelt.«
Jürgen Dahl, Einrede gegen Plastic (1972)

»Das klügste und eleganteste, was es zum Reise-Wahn und Plastik-Irrsinn zu lesen gibt.«
Karen Duve

»Jürgen Dahl war weder Schwärmer noch Experte. Er war ein Ökologe ›über die Ökologie hinaus‹: ein Kenner der Natur, erklärender Aufklärer und Liebhaber des großen unbegreiflichen Gartens, vor dessen Verwüstung er immer wieder gewarnt hat. Bei allem Zorn ohne Eifer - und ohne Glauben bei aller Hoffnung. Er war einer der besten Essayisten deutscher Sprache und als einer der ersten Publizisten hierzulande stellte er die ökologische Frage. Und vor allem war er, bis zuletzt, bis zum Tag seines Todes: ein freier Mensch.« 
Benedikt Erenz, DIE ZEIT

Was sind die gesellschaftlichen und ökologischen Kosten unbeschränkter Mobilität? Ist es wirklich von Vorteil, wenn alle überallhin fahren können? Ist der Individualverkehr mit dem Auto ein Segen oder nicht doch ein Irrweg der Menschheit? Und wäre das Leben der Menschheit ohne Plastik nicht nur viel schöner, sondern auch sinnvoller?

Fragen, die nicht nur Fridays for Future umtreiben, sondern zu den drängendsten unserer Tage gehören - Jürgen Dahl beantwortete sie vor fast 50 Jahren bereits grundlegend: in glänzend formulierten Essays, die gleichermaßen faszinieren, amüsieren und zum Nachdenken anregen. Dahl bleibt nicht an der Oberfläche, sondern geht an die Wurzel der Probleme.
Hätte man auf Dahl gehört, ginge es dem Planeten und der Menschheit besser. Jürgen Trittin erläutert in seinem Vorwort, woran es damals beim besten Willen zur Umsetzung hakte und was man heute besser machen kann.


Jürgen Dahl (1929 – 2001) war Buchhändler, Journalist und Autor. Der Sohn des Malers Oskar Dahl absolvierte zunächst eine Ausbildung als Buchhändler und gründete in Krefeld eine Buchhandlung. Später arbeitete er als freier Schriftsteller und Journalist. Bekannt wurde er durch seine Gartenkolumnen in den Zeitschriften natur, kraut & rübenFlora und der ZEIT sowie als Autor zahlreicher philosophischer und naturwissenschaftlicher Artikel und Bücher.