GEGENSCHUSS
Band 3:
Louis Lewin
GIFTMORD
vs
Johann Wallbergen
HEILZAUBER & NÜTZLICHE GEHEIMNISSE

14 × 21,5 cm, ca. 240 Seiten, gebunden
Mit Kopffarbschnitt, zwei Lesebändchen
und Prägung
Euro ca. 24,00 (D) / 24,70 (A)
ISBN: 978-3-946990-19-2

 

»Falls ein Gift nicht zur Hand war, das geruchs- und geschmacklos durch den Mund eingeführt werden konnte, griff man zu anderen Beibringungsarten ...«   
Louis Lewin

»Bestreue den Tanzboden in geheim mit einer ziemlichen Menge gepülverter Nieswurz. Wenn man nun hierauf anfähet zu tanzen, erhebet sich solches Pulver, daß alle davon zugleich mit Niesen einander werden sekundieren müssen. Welcher unerwartete Zufall, nebst der Kurzweil ...«   
Johann Wallbergen

Wie verändert man die Welt, ohne sich »die Hände schmutzig zu machen«? Wie erzielt man größte Wirkung mit unsichtbaren Mitteln?
Zwei Grundlagentexte über den Giftmord und über Heilzauber – gegenübergestellt im innovativen Buchformat Gegenschuss.   

Louis Lewins Studie über das Töten mittels Stoffen, die einen sicheren »Erfolg« garan­tieren: die Gifte. Bis in die heutige Zeit findet die List der Giftmörder immer neue Wege, um – so Louis Lewin in seiner Einführung – »die zu treffen, denen anders nicht beizu­kommen war«. 
Im Gegenschuss: Johann Wallbergens Buch über »Natürliche Zauberkünste« – eine Sammlung von Heilzaubern, selbsterprob­ten Medikamenten, Streichen und Aufklärung über die Tricks von Hochstaplern und Okkultisten. 


Da LOUIS LEWIN (1850 – 1929) trotz des internationalen Er­folgs seiner Forschungsarbeiten lange Zeit eine Universitäts­karriere versagt blieb, gab er Vorlesungen in einer Berliner Privatwohnung, die wegen ihres »drastischen Humors« und ihres Anekdotenreichtums ein Publikumsmagnet waren. Seine Studie über »Die Gifte in der Weltgeschichte« enthält eine de­taillierte Darstellung des politischen Giftmords: von der »Gi­ftbeibringung auf absonderlichen Wegen« bis zu »Geistlichen als Vergifter«. Heute sind Lewins Verdienste anerkannt, so wurde u.a. eine U-Bahn­Haltestelle in Berlin nach ihm benannt. 

JOHANN WALLBERGEN veröffentlichte Mitte des 18. Jahrhunderts sein Buch über Zauberei, weil er seine Leserschaft vor der Flut unseriöser magischer Schriften schützen wollte. Vom Mittel gegen Schlaflosigkeit bei Kindern über die Wiederbelebung Toter bis hin zu Ratschlägen gegen Alkoholismus enthält es Maßnahmen für alle Notfälle. Daneben finden sich Rezepte für die Verfeinerung von Rauschmitteln wie Tabak und Wein. Wallenbergens Sammlung ist ein »bezauberndes« Zeugnis von vorwissenschaftlichen Naturvorstellungen, mittelalterlichen Zauberbüchern und von der »Poesie der Magie«.